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Re-source für re-connecting

Everything in the universe is within you, ask from yourself.
Rumi

Hier möchte ich Dir einige Anregungen als Portale für Deine eigene Sadhana aus meiner Medizin-Schatzkiste anbieten. Diese einfachen Übungen mögen Dir in unbeständigen und unsicheren Zeiten Halt geben und Dir dabei helfen, verwurzelt und in Deiner Kraft – in Deinem Herzfeuer – verankert zu bleiben…

auch wenn die Zeiten stürmisch und die Wellen im Außen hoch sind… der einzige Ort, der Dir echte Sicherheit schenken kann, liegt in Dir selbst…

Ankommen im eigenen Körper ~ dein SEIN im Moment wahrnehmen und in Verbindung kommen

Nimm Deinen Raum ein und lass Dich auf Deiner Matte oder einem anderen ruhigen (Kraft-)platz für Deine Sadhana nieder. Finde eine angenehme Position wie Du gut aufgerichtet sein kannst (am Boden – mit oder ohne Meditationspolster, Stuhl, Baumstumpf… ;-))

Atme tief in Deinem Unterbauch ein und laaaange durch Deinen Mund aus. Dein Kiefer entspannt sich dabei vollständig. Wenn Du möchtest „vertöne“ dieses Ausatmen, indem Du einen Ton tief aus Deinem Becken entstehen lässt. Lass dabei Deine Hände intuitiv durch Deinen Körper gleiten, berühre Dich bewusst und lass Deine Aufmerksamkeit in die Bereiche fließen, die Deine Hände berühren. Lass dann Deine Hände auf Deinen Oberschenkeln zur Ruhe kommen und spür Dich in diesem Moment. Wie geht es Dir? Deinem Körper? Wie ist Dein Atem? Wie sind Deine Gefühle? Lass alles da sein, was Du in diesem Moment wahrnimmst, ohne Gefühle zu verdrängen oder Deinen „Zustand“ verändern zu wollen. Das würde nur Widerstand erzeugen. Wenn Du zum Beispiel Angst spürst, dann nimm wahr wo dieses Gefühl in Deinem Körper sitzt… lass Deinen Atem dorthin fließen, wo Du Enge oder eine Verspannung in Deinem Körper wahrnimmst und diesen Bereich mit jedem Atemzug weiter und weicher werden. Bis Dein Atem frei und leicht durch Deinen gesamten Körper fließt und Du mit frischem Prana – Lebensenergie – versorgt wirst.

Bleib in dieser Praxis so lange Du möchtest oder gehe in Meditation oder eine verkörperte Yoga-Praxis über.

Erdmeditation

…nach dem Ankommen in Deinem Körper richte Deine Aufmerksamkeit auf Deine Basis, dort wo Du Deine Unterlage oder den Boden berührst. Nimm den Bereich dazwischen bewusst wahr. Lass über Deine Sitzknochen tiefe Wurzeln in die Erde fließen, atme alle Anspannung und jegliches Halten in die Erde aus… lass mit jeder Ausatmung immer tiefere Wurzeln in die Erde fließen und atme mit der Einatmung die Qualitäten der Erde wie Ur-Vertrauen, Stabilität, Verwurzelt Sein,… in Dein Becken nach oben… spür wie Du mit jeder Einatmung von der Erde genährt wirst und wie Du mit jeder Ausatmung abgeben und loslassen darfst - jegliche Angst, Unsicherheit und Zweifel… lass Deine Wurzeln bis in den Erdkern hineinfließen und wenn Du möchtest, atme das Rot des Erdkerns nach oben in Deinen Körper. Lass das Rot, die Farbe deines Wurzel-Chakras, von Deiner Basis bis in die Beine und Füße ausbreiten…

Hydraya Drishti ~ Herzblick (Herzmeditation)

…nach dem Ankommen richte Deinen Blick nach innen, öffne Deine inneren Augen und schau nach hinten Richtung Wirbelsäule. Lass den Blick in einem hellen Lichtstrom nach unten in Dein Herz fließen. Folge diesem nach unten fließenden Lichtstrom und lass dein Gewahrsein in Dein Herz fließen… dadurch beruhigt sich Dein Geist und Deine Gehirnwellen kommen mit Deinem Herzen in Einklang. Spüre diese liebende Energie und lass Dich in dieser tiefen Umarmung mit Deinem Herzguru „baden“. Du ruhst in Deiner Essenz.

Wenn Du möchtest, bring dabei Deine Hände (übereinander oder in „Sva Bhava Mudra“) auf Deinen Brustkorb und berühre/massiere Dein Herzfeld sanft.

Verbindung mit Deiner Atemwelle

…nach dem Ankommen richte Deine Aufmerksamkeit auf Deine Atmung und nimm Deine inneren „Gezeiten“ wahr. Spüre, wie Dich Deine Atemwelle ganz natürlich aufrichtet, wenn Dein Atem einströmt und nimm das sanfte „Schmelzen“ mit der Ausatmung wahr. Gib Dich dieser Atemwelle hin und lass die Bewegung bewusst größer werden… mit jeder Einatmung wirst Du vollständig aufgerichtet, während mit der Ausatmung Dein Nabel nach innen fließt und sich Dein Brustkorb zurückzieht… am Ende jeder Ausatmung lass den Kopf vollständig los und Richtung Brustbein sinken…

Diese Verkörperung Deiner Atmung rück-verbindet Dich mit dem natürlichen zyklischen Leben und den inneren und äußeren Rhythmen.

Ich liebe diese Praxis am Morgen, um in meinem Körper anzukommen und mich mit meinem Atem und meiner Lebenskraft zu verbinden.

…als Sadhana für sich oder…

...als Portal in Deine verkörperte Yoga-Praxis

…komm in den 4-Füßler, verbinde Dich mit Deiner Atemwelle (wenn Du möchtest in Ujjayi-Atmung), und beginne Dich langsam zu bewegen. Getragen von Deiner Atemwelle lass Dich langsam instinktiv und intuitiv in „Sahaja“ (spontanen, unbeabsichtigten Bewegungen) in verschiedene Asanas und „Flows“ führen. Vertraue Deinem Körper, dass er Dir zeigt, was Du in diesem Moment brauchst und lass Dich von der natürlichen Intelligenz in Deinen Körper leiten…

Genieße die beruhigende und regenerative Qualität einer sanften, lunaren Praxis.

Ujjayi Pranayama

Die Meeresrauschen-Atmung (Ocean Breath) ist eine reinigende und zugleich beruhigende, ausgleichende Atmung, die uns in Verbindung mit unserem Herzguru und unserer Essenz bringt.

Indem Du Deine Stimmritzen in der Kehle sanft verengst, wird der Atem mit geschlossenem Mund wie durch einen Strohhalm ein und ausgeatmet und in die Länge gezogen. Empfange Deinen Atem in einem anstrengungslosen Fließen. Dabei entsteht ein sanftes, beruhigendes Geräusch – wie von einem schlafenden Baby oder das Meeresrauschen, das Du durch eine Muschel wahrnimmst. Lausche diesem Ton, er führt Dich nach innen zu Deinem Herzguru.

Nadi Shodana – Wechselatmung

…richte Dich für die Atemübungen immer gut auf… lege Dir ein Meditationskissen unter oder praktiziere gerne auf einem Stuhl.

Mit den Fingern der rechten Hand werden abwechselnd rechtes und linkes Nasenloch verschlossen. Der Daumen verschließt das rechte Nasenloch und Ringfinger und kleiner Finger das linke. Zeigefinger und Mittelfinger ruhen am 3. Auge oder sind eingeklappt.

Atme tief ein und verschließe mit dem Daumen Dein rechtes Nasenloch und atme links aus – dann links wieder ein – verschließe mit Deinem Ringfinger und kleinen Finger das linke Nasenloch und atme rechts aus – dann rechts wieder ein – schließe mit dem Daumen rechts – und links wieder aus… (ein Zyklus)

Rechts wieder ein und so weiter… etwa 10 Zyklen…

  • Beende die Atemübung immer mit der Ausatmung durch das linke Nasenloch
  • Praktiziere ohne Atemverhaltung.
  • Lass den Atem sanft fließen, ziehe den Atem in die Länge, Ein- und Ausatmung gleich lang und gleich stark.
  • Nimm die kurze natürliche Pause zwischen den Atemzügen bewusst wahr und lass Dich in diesem kurzen Moment absoluter Balance und Einheit (Auflösung der Polaritäten) in Verschmelzung mit Deiner Essenz nieder.
  • Dein innerer Blick (Focus) ist auf das dritte Auge gerichtet

Die Wechselatmung ist eine sehr beruhigende, ausgleichende Atmung, die solare und lunare Energie in unserem Körper und Sympathikus und Parasympathikus balanciert und unsere Nadis – Energiekanäle – reinigt.

Wunderbar am Morgen für einen balancierten Tag, am Abend zur Beruhigung vor dem Schlafengehen oder nach einer verkörperten Yoga-Praxis.

Prana-dusche

Komm in einen angenehmen Stand oder richte Dich, evtl. nach dem „Ankommen“, im Sitzen über den 4-Füßler auf. Spür Deine Füße und Deine Wurzeln nach unten…
Beginne mit Deinen Händen und Fingern an Deinem Scheitelpunkt Deine Kopfhaut zu massieren und bringe liebevolle Aufmerksamkeit dorthin, wo Du Deinen Körper berührst. Massiere Deine Ohren, Deinen Hinterkopf, Nacken, Schultern, Deine Oberarme, Ellbogen, Unterarme hinunter… Reibe Deine Handflächen, bring Deine Hände auf Dein Gesicht und atme diese Energie tief ein. Massiere Dein Gesicht liebevoll, Deinen Hals hinunter, Brustkorb- und Herzbereich, Brust, Bauch kreisend, Rücken- und Nierenbereich, Dein Gesäß über Deine Beinrückseite hinunter (Knie sind gebeugt – lass den Nabel auf Deine Oberschenkel fließen) bis zu Deinen Füßen – Kopf und Nacken vollkommen entspannt… dann richte Dich langsam Wirbel für Wirbel wieder auf, Hände berühren dabei Deine Beinvorderseite, erst ganz zum Schluss roll die Schultern auf und richte den Kopf auf… spür Dich im Stand – in Tadasana – in Deiner Berghaltung (stark, aufrecht, geerdet, verbunden)

…Prana Dusche ist eine wunderbare Sadhana, um aufrecht und geerdet in Deinen Tag zu gehen… oder weiter in eine Praxis wie Surya Namaskara (das Sonnengebet) zu fließen.

Tanz

Mach Dir Deine Lieblingsmusik und tanze los… von sanft bis schüttelnd… gib Dich hin, spür die erdende Qualität und emotionale Reinigung…

Tandava

Eine wunderbare Praxis in freier Natur oder Indoor mit Deiner Lieblingsmusik.

Beginne gleich stehend, verbinde Dich tief mit Deinem Atem und lasse Dich von Deiner Atemwelle in „Sahaja“ (spontan, unbeabsichtigt) bewegen… mehr zur Praxis

Supta Baddha Konasana

Diese Übung kannst Du auch gut vor dem Einschlafen im Bett praktizieren, um Dein System ganzheitlich zu beruhigen.

Lege Dich auf den Rücken in Supta Baddha Konasana – die Fußsohlen zusammen nahe am Schambein, lass Deine Knie auseinanderfallen und leg Dir ggf. Pölster unter Deine Knie/Oberschenkel, damit Du Dich dem Loslassen hingeben kannst.
Bring die rechte Hand auf Dein Herz und Deine linke Hand auf Deinen Bauch
lass Dich mit jeder Ausatmung tief in die Erde entspannen… stell Dir vor, Du lässt Dich in die beschützenden Arme von Mutter Erde sinken…
Nimm durch das Heben und Senken Deiner Bauchdecke Deinen Atemrhythmus wahr und spüre durch die andere Hand Deinen Herzschlag. Entspanne Dich in dieser Verbindung in Deinen ur-eigenen Rhythmus hinein und genieße diese regenerative, beruhigende Wirkung und lass Dich nähren.

Fühl Dich getragen, gehalten und unterstützt in jedem Moment!

Körper einölen

Eine wunderbare Praxis, um den Tag zu beginnen… gehört zur "daily routine" im Ayurveda ;-)

Massiere Deine Füße mit einem im Wasserbad erwärmten Öl Deiner Wahl (ich liebe Senföl – besonders in der kalten Jahreszeit – oder Johanniskrautöl) und bringe das warme Öl als Schutzmantel in Deine Körperöffnungen wie Nabel, Ohren und Nase. Das Massieren Deines Nabels mit warmem Öl stärkt Deinen Solarplexus, Deine Kraft der Mitte.

Wenn Du mehr Zeit hast, dann öle Deinen gesamten Körper mit einem warmen „Lieblingsöl“ ein und gib Dir eine liebevolle Selbstmassage.

Singen, Chanten, Mantras rezitieren...

Das "Tryambakam Mantra" oder "Maha Mrityunjaya Mantra" ist eines der kraftvollsten, ältesten und wichtigsten Heilmantras und "Moksha"-Mantras“, auch Maha Moksha Mantra genannt.

Om tryambakaṃ yajāmahe
sugandhiṃ puṣṭi-vardhanam
urvārukam-iva bandhanān
mṛtyormukṣīya mā’mṛtāt

Mit dem "Tryambakam" ist das "Gayatri-Mantra" eines der wichtigsten vedischen Mantras und eines der ältesten Gebete der Welt:

Oṃ bhūr bhuvaḥ svaḥ
tát savitúr váreniyaṃ
bhárgo devásya dhīmahi
dhíyo yó naḥ pracodáyāt

Diese Re-sourcen werden sich entwickeln und weiterwachsen, so wie das Leben... stetig in progress... :-)