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Magical Marokko-Retreat

Ende Oktober verbrachte ich mit einer wunderbaren Gruppe von Yogi-ni-s eine magische Retreat-Woche in den Bergen des Hohen Atlas und Marrakesch und konnte so mein Yogaleben, mein „Auf-dem-Weg-Sein“, sowie mein Feuer fürs Abenteuer teilen.

Voilà, hier nun einige Eindrücke und ein kleines Potpourri von Bildern der reisenden Yogi-ni-s…

Unterschiedlichen Menschen auf der ganzen Welt zu begegnen, mit ihnen in Kontakt zu treten, ihre Kulturen, Sprachen und Traditionen kennenzulernen und tief einzutauchen, ist und war schon immer eine große Inspiration und Bereicherung für mein Leben.

„everything is possible, but nothing is certain!“

Dieser „ach-so-wahre“ Ausspruch, der für mich das gesamte Spektrum des „am-Weg-Sein“ widerspiegelt, wurde uns gleich zu Beginn mit einem „Augenzwinkern“ auf unsere Fragen „serviert“ und sollte zu unserem Mantra werden.

Mit Orangenblütenwasser, um unsere Hände zu reinigen, und in Milch getunkten Datteln wurden wir in unserem Rückzugs-Domizil, der Kasbah du Toubkal, am Fuße des höchsten Berges Nordafrikas willkommen geheißen. Die besondere Herzlichkeit und Gastfreundschaft der Menschen berührten uns zutiefst. Sie gaben uns das Gefühl Teil ihrer „Family“ zu sein, gaben uns tiefe Einblicke in ihr Leben und ließen uns an ihrer „Berber-Tradition“ teilhaben. So konnten wir den Spirit des einzigartigen Entwicklungsprojekts „Kasbah“ jeden Tag aufs Neue spüren und genossen die Herzenswärme, die uns entgegengebracht wurde. So wie die allabendliche Wärmeflasche, die wir in unseren Betten vorfanden… :-)

Es war für die gesamte Gruppe unglaublich stärkend und nährend an diesem kraftvollen Ort gemeinsam zu SEIN und zu praktizieren. Der perfekte Platz und „geschützte Rahmen“ für einen transformativen Yoga-Retreat!

Für mich ist die Energie und Authentizität eines Platzes sowie die seiner Platzhüter, die dessen Natur respektieren, bestimmend. Daher kommen für mich im Sinne eines ganzheitlichen Yoga-Lebens für einen Retreat nur „beseelte“ und „nachhaltige“ Orte in Frage, die dem Wohle der Ganzheit dienen.

Wie die "Kasbah du Toubkal". Das Retreat-Refugium ist nicht nur eine luxuriöse Eco-Lodge, die unter anderem mit dem Grünen Globus für nachhaltigen Tourismus ausgezeichnet wurde, sondern auch ein mit viel Hingabe geführtes Entwicklungs-, Hilfs- und Naturschutz-Projekt.

Als ich vor zwei Jahren im Zuge einer Reise mit meinem Mann diesen magischen Ort entdeckte, ist der Funke sofort gezündet worden – Liebe auf den ersten Blick sozusagen. Ich bin so glücklich, dass ich meine Vision, diesen Platz mit meinen Yogi-ni-s zu teilen, verfolgt habe und mich im tiefen Ver-TRAUEN und in voller Bewusstheit und Umarmung so mancher Ängste darauf eingelassen habe. So konnte etwas Wunderbares entstehen und ich wurde vom Leben reich beschenkt! DANKE von Herzen!!!

Auch an jede Einzelne und Einzelnen meiner bunten, wundervoll flexibel-fließenden Gruppe, für das Vertrauen, das sie mir entgegenbrachten und fürs tiefe Einlassen. Nicht nur auf eine transformative Yogapraxis, sondern auch auf Unbekanntes und Neues… fürs über den „Tellerrand“ schauen, um im „Fremden“ Vertrautes zu ent-decken, sich im Anderen selbst zu sehen und schließlich ein Stückchen Zuhause zu finden. So konnte jede/r für sich – sowie auch die Gruppe gemeinsam – wachsen und auf vielen Ebenen EINS-SEIN erfahren. Mit sich selbst und in Verbundenheit mit allem um sich herum. Die Essenz eines Yoga-Retreats. :-)

Bereits um 6 Uhr morgens meditierten und „chanteten“ wir noch bei Dunkelheit im wunderschönen Yoga-Raum in den Tag hinein. Neben den gemeinsamen Yogasessions am Vormittag und am Abend hatten wir tagsüber die Möglichkeit mit oder ohne unserem lieben Guide Abdul die Umgebung mit ihren Bergen und Dörfern zu erkunden. Oder wir frönten unser SEIN bei „Thé à la menthe“ und atemberaubender (preisgekrönten*) „best-of“-Aussicht“ auf den Toubkal, den höchsten Berg Nordafrikas (*Die Kasbah wurde zur besten „Aussichtsterrasse“ Nordafrikas gekürt)! ...und unsere Muskeln fanden unter anderem bei sinnlichen Hammam-Sessions Entspannung ;-).

Bei einem langen Ganztagesausflug überquerten wir das Atlasgebirge über den Tizi n`Tichka-Pass, um die berühmte Kasbah von Telouet und das UNESCO-Weltkulturerbe Aït Benhaddou zu besuchen. Der Weg führte uns durch einige der schönsten Schlucht-Landschaften Marokkos. Und wie für eine „Abenteuerreise à la Suni“ (Sunyita) bestellt ;-), endete der Trip mit einem kleinen "Keilriemen-Abenteuer" und einer Lach-Yoga-Session inklusive! Zu guter Letzt ließen wir den Tag auf dem Turm der Kasbah ausklingen, indem wir das Mantra „Om Somaye Namaha“ für die Vollmondin chanteten, die uns auf wundervolle Weise mit einem „Helo“ beschenkte (Foto).

Genährt auf allen Ebenen unseres Seins – nicht nur von den besten Tajines ever – brachen wir nach einer Woche mit einem weinenden Auge in eine andere Welt nach Marrakesch auf.

Am Weg besuchten wir in Asni ein Boarding House von „Education for All“, einer Hilfsorganisation des Entwicklungsprojekts „Kasbah du Toukbal“, die es Mädchen aus den lokalen Dörfern ermöglicht, mithilfe von Stipendien in die Schule zu gehen. Beim rituellen marokkanischen Minz-Tee und Süßigkeiten gewährten uns die Schülerinnen einen Einblick in ihren Alltag und wir hatten die Möglichkeit uns mit ihnen austauschen.

Für mehr Information und um dieses wunderbare Sozial-Projekt zu unterstützen:

www.efamorocco.org

In der Medina von Marrakesch erwartete uns neben einem luxuriösen Riad eine Flut von bunt-duftenden Sinneseindrücken und -erlebnissen à la 1001-Nacht.

Nachdem einige, so wie ich, ihre Reise verlängerten, löste sich die Gruppe angenehm langsam auf. Ich reiste für meine letzten Tage „in between“ an den Atlantik und ließ diesen wunderbaren Retreat in Stille ausklingen.

Letztendlich kehrten wir alle mit einem weit geöffneten, reichbeschenkten Herzen in unseren Yogini-Alltag zurück – und einer Vision im Gepäck:

Wir kommen wieder, bien-sûr! …2020… :-)